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Gerd Fitz

Künstlerübersicht

Gerd Fitz

Schon mit 16 Jahren stand Gerd Fitz zusammen mit seinem Vater Hans Fitz auf der Bühne. 1950 gründete er zusammen mit seinem Bruder Walter Fitz und dessen Frau Molly das Musikal und Gesangstrio „Fitzett“. 1956 trennten sich die Brüder und Gerd Fitz begann seine Karriere als Solist und Schlagersänger. Lieder wie „Tulpen aus Amsterdam“ und „Volare“ sind heute noch vielen Menschen als bekannte Melodien im Ohr. Gleichzeitig gastierte Gerd Fitz als Entertainer bei Veranstaltungen und Firmenfesten.
Seine Schauspielerkarriere begann Gerd Fitz in dem Theater „Die kleine Freiheit“ in München. Der Intendant Eduard Loibner vom damaligen „Volkstheater“ verpflichtete ihn für die Rolle des „Schwaigl“ in Ludwig Thomas „Lokalbahn“. Am Stadttheater Memmingen spielte er in „Die Pfarrhauskomödie“ von Heinrich Lautensack den „Pfarrer Achatz“. Zu seinen größeren Rollen gehört der „Dusterer“ in dem bayerischen Klassiker „Der G’wissenswurm“ von Ludwig Anzengruber, der auf der Freilichtbühne in Wunsiedel gegeben wurde. Einen besonderen Erfolg konnte er, engagiert von einem schweizerischen Tourneetheater, zusammen mit dem „Boandlkramer“ Toni Berger in dem berühmten Stück „Der Brandner Kasper schaut ins Paradies“ in der Inszenierung des Autors Kurt Wilhelm verbuchen. Gerd Fitz spielte die Hauptrolle, den „Brandner“.


Auch das Fernsehen kam auf ihn zu. Zu seinen bekanntesten Rollen gehören der Diener Felix in „Die Wiesingers“, die Geschichte einer Münchner Brauerfamilie, und die Rolle des Polizeikommissärs Grüner in dem bayerischen Fernsehklassiker „Die Löwengrube“. Über die Grenzen Bayerns hinaus wurde Fitz außerdem durch seine jahrelange Mitwirkung in „Forsthaus Falkenau“ bekannt. Besondere Popularität erwarb er sich durch seine Politikerparodien beim Starkbieranstich auf dem Nockherberg. Hans-Jochen Vogel, Hans-Dietrich Genscher, Max Streibl und Hans Zehetmair waren seine Glanzrollen.
Nun, im reiferen Alter, läßt es Gerd Fitz etwas ruhiger angehen. Ab und zu spielt er noch in Fernsehproduktionen. Vor allem Literaturlesungen sind es, mit denen Gerd Fitz sein Publikum begeistert, oft zusammen mit seiner Tochter Katharina, die ebenfalls den Schauspieler- und Moderatorenberuf ergriffen hat und somit der Familientradition treu geblieben ist. Zu den Höhepunkten gehören die „Heilige Nacht“ von Ludwig Thoma, die er im gewachsenen altbairisch Dialekt dezent zu präsentieren versteht, sowie sein Programm „Bairische Schmankerl in Poesie und Prosa“, ein bunter Strauß von heiteren und besinnlichen Geschichten und Gedichten bairischer Autoren, mit dem er die bairische Seele mit all ihrer Hintergründigkeit den heutigen Menschen nahebringt.

Aus: Gerd Fitz (Hg.), Fitz nochmal! Gedichte und Geschichten von Gerd Fitz, Hans Fitz, Walter Fitz, Christl Fitz und Lisa Fitz, Con-Text, Warngau 2006.


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